Around the World
Die etwas andere Art der Trauerarbeit
// Marlene Erschbamer //

Eine bleibende Erinnerung © Karly Santiago - unsplash
Das Projekt „Loose Ends“ ist eine einzigartige Form der Trauerhilfe: Ehrenamtliche vollenden Handarbeiten, die Verstorbene unfertig zurücklassen mussten. Für Hinterbliebene sind diese losen Enden oft schmerzhafte Symbole eines unvollendeten Lebens. Das Fertigstellen dieser Stücke hingegen bietet Trost. Deshalb vernetzt die Organisation tausende Freiwillige in 80 Ländern, um die Werke zu vollenden. Ob Häkelarbeiten, bestickte Decken oder angefangene Pullover – 30 verschiedene Handarbeitstechniken stehen zur Auswahl. Dabei geht es um mehr, als nur darum ein Projekt abzuschließen. Das Vollenden dieser Objekte spendet Trost und bietet einen sichtbaren Abschluss. Auf diese Weise werden Verlust und Schmerz in eine liebevolle, bleibende Erinnerung verwandelt. Die Amerikanerinnen Jennifer Simonic und Masey Kaplan haben dieses Projekt ins Leben gerufen.

