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Women in Science: Uni Bozen lanciert Kampagne für Frauen in der Wissenschaft

// Maria Pichler //
Macht Mut und Lust auf eine wissenschaftliche Karriere: die Kampagne der Uni Bozen © unibz


Nur in wenigen Ländern Europas ist die Frauenquote in der Wissenschaft so niedrig wie in Italien, wo laut Eurostat 2022 nur ein Drittel aller Forschenden weiblich ist. Auch an der Uni Bozen sind von den derzeit 4.488 Studierenden zwar 66 Prozent Frauen, von den 160 festangestellten Forscher*innen und Professor*innen aber nur 32,5 Prozent weiblich. Was geschieht mit all den Mädchen, die davon träumen Neues zu entdecken und zu entwickeln? Die Freie Universität Bozen hat eine Kampagne gestartet, in der zehn Forscherinnen jungen Frauen Mut machen, sich für eine wissenschaftliche Karriere zu entscheiden. Damit sich zukünftig etwas ändert. In diesen Wochen werden daher nicht nur Poster der Wissenschaftlerinnen an den Universitätsstandorten Bozen, Brixen und Bruneck aufgehängt, sondern auch eine Podcast-Reihe auf „unibz insight“ gestartet und eine Serie von Kurzfilmen über die Social-Media-Kanäle ausgespielt. Denn die Uni Bozen hat zwar (noch) nicht so viele, aber tolle Wissenschaftlerinnen mit Vorbildfunktion in ihrem Team.

Editorial

Tabú - Tabus

Pssst, darüber spricht man doch nicht: über Geld und über Sexualität, über Depressionen und über Alkoholabhängigkeit, über gewollte oder ungewollte Kinderlosigkeit und über Sternenkinder, über Einsamkeit, Gewalt und Tod. Doch wer bestimmt eigentlich, worüber wir schweigen? Wie kann man dem Unaussprechbaren einen Raum geben und was gilt es dabei zu berücksichtigen? Welche Themen und Haltungen müssen auch in einer offenen Gesellschaft tabu bleiben?
In dieser ëres-Sommerausgabe bringen wir Tabuthemen aufs Tappet, die uns gerade besonders beschäftigen. Vor allem aber versuchen wir eine Antwort darauf, woher diese ungeschriebenen Gesetze stammen, die bestimmte Themen in unserer Gesellschaft verbieten, welche Rolle Journalismus und Medien beim Brechen von Tabus spielen, und warum – bei aller Rede- und Meinungsfreiheit – das Sagbare eine Grenze braucht: nämlich dort, wo es um Würde und Respekt geht – offline im wahren Leben, aber auch online im World Wide Web.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre und einen schönen Sommer,
Maria Pichler - Chefredakteurin