Männer-Club

Na dann, nix wie ran an den Herd…

// Maria Pichler //
Tourismus: Die Männer stellen die Weichen, die Frauen bewirten die Gäste © LPA



Wer sich in Südtirols Tourismusbranche umschaut, wird bald merken: Ohne Frauen läuft da schon rein gar nix. Ob im Service, in der Zimmerreinigung, an der Rezeption oder in der Küche, so sind es zu einem großen Teil (ausländische) Frauen, die tagtäglich dafür sorgen, dass die Gäste in unserem schönen Land unbeschwerte Urlaubstage verbringen können. Wenn es aber darum geht, die Weichen für die Zukunft des Südtiroler Tourismus zu stellen, dann sind „die fleißigen Bienchen“ in unseren Tourismusbetrieben plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Vermutlich reinigen sie gerade die letzten Zimmer, decken die Mittagstische ein oder drehen die Speckknödel, während die Herren Präsidenten und Vorstände in der Handelskammer in Bozen den Ergebnissen einer Klausur zu einer effizienteren Zusammenarbeit und klareren Aufgabenteilung zwischen den verschiedenen Tourismusorganisationen in Südtirol lauschen. Na dann, nix wie ran an den Herd, sonst wird das nichts mit den zufriedenen Gästen, die immer wieder gerne wiederkommen.

Editorial

Recht - Diritto

Vielleicht hallen auch Ihnen die Worte von Marianne Steinhauser, der ersten Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit für Frauen, und ihrer Vizepräsidentin Luisa Gnecchi aus der vergangenen ëres-Ausgabe noch nach: „Die Menschen werden einfach nicht informiert, und das hat mich am meisten gestört. Auch wenn jemand informiert ist, macht er nicht immer das, was er soll.
Aber zumindest wissen, dass…“ und “Il primo lavoro su cui ci siamo trovate immediatamente d’accordo è stato: ‘Facciamo degli opuscoli sui diritti delle donne’.” Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Rechte Sie als Frau* haben – und ob Sie sie voll ausschöpfen?
Die letzte ëres 2025 widmet sich dem Thema „RECHT – DIRITTO“. Denn unsere hart erkämpften Rechte sind keine Selbstverständlichkeit – nicht in Afghanistan, nicht in Gaza, nicht in Europa, nicht in Italien, nicht in Südtirol. Mehr denn je müssen wir sie kennen, sie einfordern und sie leben.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre
Maria Pichler - Chefredakteurin