Männer-Club

…und auch den Anreiseverkehr denken die Männer

// Maria Pichler //
Verkehrsmanagement ist männlich (so wie die Politik) © Land Tirol/Seldak



Bevor unsere Frauen aber ihre Gäste bewirten können, müssen diese zunächst einmal anreisen. Und das geht im Land der Berge nicht immer ohne Hindernisse. Wenn auch viele Gäste ihr Auto in der Hotelgarage stehen lassen und auf die Öffis umsteigen, wenn sie einmal da sind, so stehen sie zunächst mal im Stau. Das wird sich auch so schnell nicht ändern: Autobahn verbreitern ist nicht. Und dann will Tirol noch die Lueg-Brücke sanieren. Neues, innovatives und kreatives Denken ist also gefragt, wenn es um ein effizienteres und klimafreundlicheres Verkehrsmanagement an der Brennerachse geht. Doch darum sollen sich die Frauen nicht kümmern müssen, den Verkehr denken die Männer. Schließlich fahren sie ja auch besser Auto. Zur Verteidigung der fünf Männer im Bild müssen wir aber festhalten, dass sich – zumindest was den jüngsten Verkehrsgipfel in Kufstein angeht – nur die großen Chefs aus München, Innsbruck und Bozen getroffen haben. Und Politik ist bekanntlich ja auch Männersache.

Editorial

Rollen - Ruoli

Sie prägen unsere Entwicklung, unser Verhalten, unsere Lebensentwürfe: Rollenbilder. Was aber, wenn wir gesellschaftlichen Erwartungen nicht entsprechen, traditionelle Muster überwinden, aus der Rolle fallen? In dieser ëres-Ausgabe zeigen wir Menschen, die vermeintlich ungewöhnliche Rollen innehaben, die ungeachtet aller konventionellen Maßstäbe ihren eigenen Weg gehen, die Schranken durchbrechen, Zuschreibungen hinter sich lassen und „ihr Ding machen“. Dass das bei Weitem nicht immer einfach ist, davon erzählen diese Frauen (und ein Mann) in unserer Titelgeschichte.
Es geht in dieser Ausgabe jedoch nicht nur um die schönen Seiten des Frau*-Seins, sondern auch um die Hindernisse, Vorurteile und Hürden, denen wir immer wieder begegnen – im Alltag und nicht zuletzt im Berufsleben. Dass Frauen und Männer bis heute für gleiche Arbeit nicht gleich bezahlt werden, ist eine Ungerechtigkeit, die wir nicht akzeptieren können. Anlässlich des Equal Pay Days am 17. April gilt es einmal mehr, aufzurütteln und auf diesen Missstand und all seine Folgen – Stichwort Altersarmut – aufmerksam zu machen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre, Maria Pichler - Chefredakteurin