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Şeyda Kurt: Radikale Zärtlichkeit – Warum Liebe politisch ist

// Hannah Lechner //
© Harper Collins



In Radikale Zärtlichkeit bricht die Journalistin und Autorin Şeyda Kurt mit, wie sie es nennt, „toxischer Romantik“. Sie setzt dem modernen Mythos Liebe, der – niemals unabhängig von gesellschaftlichen Machtverhältnissen – unsere Arten der Beziehungsführung bestimmt, ein neues Verständnis von Zärtlichkeit entgegen und zeigt dabei, dass so vertraut wie unhinterfragbar scheinende Liebesnormen einem kritischen Blick nicht standhalten.

Editorial

Geerdet - Radicate

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft erklärt. Für uns Grund genug, ein Thema aufzugreifen, das weit über die Landwirtschaft hinaus uns alle betrifft: GEERDET – RADICATE. Was braucht es, um sich an einem Ort verwurzelt zu fühlen, im Moment präsent, stabil? Was erdet uns, und was hält uns am Boden, wenn wir hoch hinauswollen? Das haben wir in unserer Titelgeschichte Bäuerin Karoline Terleth und Pilotin Silvia Barulli gefragt, die zwar sprichwörtlich in zwei unterschiedlichen Welten leben und doch mehr gemeinsam haben, als es auf den ersten Blick scheint.

In dieser ëres-Herbstausgabe sprechen wir außerdem mit der Südtiroler Bäuerin des Jahres Gerti Heiss, der Yoseikan-Budo-Lehrerin Brigitte Morandell, der Produktionsleiterin des Teatro la Ribalta Paola Guerra und weiteren Frauen darüber, was sie brauchen, um den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren – und mehr.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre, Maria Pichler - Chefredakteurin