Vorworte

Ulrike Oberhammer, Präsidentin

Sommerzeit ist Reisezeit. Es stellt sich somit auch die Frage, ob es eine Soloreise sein kann/soll oder doch lieber zu zweit oder mit der ganzen Familie. Im Internet finden sich mittlerweile viele Tipps und Portale für Frauen, die alleine reisen möchten. Alleine reisen liegt im Trend. Es gibt dir unendlich Raum und Zeit, deine Gedanken schweifen zu lassen, nachzudenken und in dich zu gehen. Oder doch lieber zu zweit oder mit der ganzen Familie? Auch das hat seine Vorteile: das gemeinsame Teilen von Erlebnissen, Erfahrungen und Situationen. Aber egal für welchen Weg sich Frauen entscheiden, das eigene Bauchgefühl ist auch auf Reisen der beste Wegweiser. Und so, wie im täglichen Leben, sind wir beim Alleinreisen häufig nicht allein. Wir lassen uns auf neue Abenteuer ein, sind offener, sitzen mit fremden Menschen an einem Tisch, erweitern unseren Horizont und unser Netzwerk. Gemeinsame Momente und Aktionen, wie der Equal Pay Day oder die Erarbeitung des Gleichstellungsaktionsplans schweißen uns zusammen und zeigen, was wir erreichen können, wenn wir uns gemeinsam in die gleiche Richtung auf den Weg machen. Die Genehmigung des Plans ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg, aber die Reise ist noch lange nicht zu Ende.

Editorial

Recht - Diritto

Vielleicht hallen auch Ihnen die Worte von Marianne Steinhauser, der ersten Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit für Frauen, und ihrer Vizepräsidentin Luisa Gnecchi aus der vergangenen ëres-Ausgabe noch nach: „Die Menschen werden einfach nicht informiert, und das hat mich am meisten gestört. Auch wenn jemand informiert ist, macht er nicht immer das, was er soll.
Aber zumindest wissen, dass…“ und “Il primo lavoro su cui ci siamo trovate immediatamente d’accordo è stato: ‘Facciamo degli opuscoli sui diritti delle donne’.” Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Rechte Sie als Frau* haben – und ob Sie sie voll ausschöpfen?
Die letzte ëres 2025 widmet sich dem Thema „RECHT – DIRITTO“. Denn unsere hart erkämpften Rechte sind keine Selbstverständlichkeit – nicht in Afghanistan, nicht in Gaza, nicht in Europa, nicht in Italien, nicht in Südtirol. Mehr denn je müssen wir sie kennen, sie einfordern und sie leben.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre
Maria Pichler - Chefredakteurin