Vorworte

Arno Kompatscher, Landeshauptmann

Es ist die Reise zu uns selbst, die wir Leben nennen. Die Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke sind wie Meilensteine. In sozialen Medien würde man wohl von „points of interest“ mit hoher „Instagrammability“ sprechen. Doch unsere persönliche Reise macht die größten Fortschritte zumeist nicht in den „social media moments.“
Die eigene Reise nimmt gerade in den Momenten der Stille, der Erinnerung, der Einsamkeit und der Sehnsucht an Fahrt auf. Zu reisen und unterwegs zu sein, bedeutet Grenzen – auch eigene – zu überwinden. Der Horizont wird verschoben und neue Möglichkeiten werden eröffnet. Gerade Frauen finden immer öfter den Mut, auch auf eigene Faust unterwegs zu sein und das eigene Potential auszuschöpfen. Chësta é na buna pera miliara cun gran importanza.*
È un coraggio che molte donne devono però ancora trovare. Insieme stiamo quindi percorrendo la via che ci porterà al Piano d’Azione per la Parità di genere altoatesino. Siamo già a buon punto e gli occhi vedono ormai il traguardo finale. Questo Piano non produrrà dall’oggi al domani il cambiamento necessario, ma sarà una bussola da seguire per arrivarci.

*Das ist ein guter und wichtiger Meilenstein.

Editorial

Recht - Diritto

Vielleicht hallen auch Ihnen die Worte von Marianne Steinhauser, der ersten Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit für Frauen, und ihrer Vizepräsidentin Luisa Gnecchi aus der vergangenen ëres-Ausgabe noch nach: „Die Menschen werden einfach nicht informiert, und das hat mich am meisten gestört. Auch wenn jemand informiert ist, macht er nicht immer das, was er soll.
Aber zumindest wissen, dass…“ und “Il primo lavoro su cui ci siamo trovate immediatamente d’accordo è stato: ‘Facciamo degli opuscoli sui diritti delle donne’.” Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Rechte Sie als Frau* haben – und ob Sie sie voll ausschöpfen?
Die letzte ëres 2025 widmet sich dem Thema „RECHT – DIRITTO“. Denn unsere hart erkämpften Rechte sind keine Selbstverständlichkeit – nicht in Afghanistan, nicht in Gaza, nicht in Europa, nicht in Italien, nicht in Südtirol. Mehr denn je müssen wir sie kennen, sie einfordern und sie leben.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre
Maria Pichler - Chefredakteurin