Selbstbestimmt
Say my name, say my
(chosen) name
(chosen) name
// Jenny Cazzola | Centaurus //
Der Deadname einer trans* Person ist in den meisten Fällen tabu und sollte nicht ohne ihre Zustimmung verwendet oder genannt werden.

„Der Name eines Menschen ist ein Hauptbestandteil seiner Person, vielleicht ein Stück seiner Seele“, wusste bereits Sigmund Freud. Für viele trans* und nicht-binäre Personen ist das besonders wahr, denn ihr selbstgewählter Name ist Ausdruck ihrer Geschlechtsidentität und Selbstbestimmung. Viele trans* Personen ändern deshalb ihren Vornamen. Und ab diesem Zeitpunkt wird ihr alter Name – der sogenannte Deadname – tabu. Er sollte von anderen Menschen nicht mehr, oder nur noch mit der ausdrücklichen Zustimmung der betroffenen Person, genannt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Person ihren Namen auch offiziell geändert hat, oder nur von ihrem Umfeld damit angesprochen werden möchte. Die Änderung des Namens und des Geschlechtseintrags ist für viele trans* Personen immer noch mit großen bürokratischen, legalen und finanziellen Hürden verbunden.
Auch können und wollen nicht alle trans* Personen ihren Vornamen ändern. Viele nicht-binäre Personen ändern ihren Namen zum Beispiel nicht. Oder sie verwenden ihren neuen Namen nur in gewissen Kontexten und ihren alten Namen in anderen.
Ob und welchen Namen eine Person annimmt, ist eine höchstpersönliche Entscheidung, die viele Gründe haben kann. Dass trans* Personen die männliche oder weibliche Variante ihres alten Vornamens annehmen, ist übrigens ein Klischee und kommt nur selten vor.
Ob es für eine Person in Ordnung ist, wenn ihr alter Name genannt wird, muss sie selber entscheiden. Im Zweifelsfall kann man die Betroffenen fragen, was ihnen am liebsten ist. Kennt man den Deadname einer Person aber nicht, sollte man auch nicht aktiv danach fragen. Und ganz umgeht man das Problem sowieso, wenn man direkt mit Menschen spricht, und nicht über sie.
Deadnaming ist eine Form von Gewalt
Viele Betroffene verbinden negative Erinnerungen und Traumata mit ihrem alten Namen. Ihn zu benutzen kann deshalb im besten Fall als Versehen betrachtet werden. Zum Beispiel, wenn man sich noch nicht an den neuen Namen gewöhnt hat. Im schlimmsten Fall ist es hingegen ein Anzeichen dafür, dass man die betreffende Person nicht so sieht, wie sie sich fühlt und wahrgenommen werden möchte. Oder dass man sie nicht akzeptiert. Und im allerschlimmsten Fall ist es eine bewusst transphobe Handlung, vor allem, wenn das Deadnaming öffentlich passiert.
Redet mit Menschen, nicht über sie
Trotzdem empfinden nicht alle trans* Personen Deadnaming als extrem gravierend. Für manche ist es okay, wenn ihr alter Name bekannt ist und verwendet wird.Auch können und wollen nicht alle trans* Personen ihren Vornamen ändern. Viele nicht-binäre Personen ändern ihren Namen zum Beispiel nicht. Oder sie verwenden ihren neuen Namen nur in gewissen Kontexten und ihren alten Namen in anderen.
Ob und welchen Namen eine Person annimmt, ist eine höchstpersönliche Entscheidung, die viele Gründe haben kann. Dass trans* Personen die männliche oder weibliche Variante ihres alten Vornamens annehmen, ist übrigens ein Klischee und kommt nur selten vor.
Ob es für eine Person in Ordnung ist, wenn ihr alter Name genannt wird, muss sie selber entscheiden. Im Zweifelsfall kann man die Betroffenen fragen, was ihnen am liebsten ist. Kennt man den Deadname einer Person aber nicht, sollte man auch nicht aktiv danach fragen. Und ganz umgeht man das Problem sowieso, wenn man direkt mit Menschen spricht, und nicht über sie.

