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Deepfake, odio online e democrazia fragile

// Linda Albanese //
Avvocata, deputata Europea del Partito Democratico/Socialist&Democrats, il suo impegno politico è centrato su diritti, pari opportunità, ambiente e salute. Per lei la violenza digitale non è più soltanto un problema dei social, ma una sfida politica e culturale europea.
ëres: Quanto è diventato grave il fenomeno della violenza digitale?
Alessandra Moretti: Oggi non è più un fenomeno marginale, ma una vera questione democratica e sociale. È una delle forme più subdole di violenza contemporanea, perché entra nella vita delle persone in modo costante, pubblico e spesso anonimo.
Lei vive quotidianamente l’esposizione pubblica e politica. Ha sperimentato direttamente questo tipo di aggressività online?
Come donna impegnata nella vita politica e nel dibattito pubblico, conosco bene cosa significhi essere bersaglio di hate speech, insulti e minacce nei commenti online. Sono parole che non hanno nulla a che vedere con il confronto democratico o con la critica politica: mirano a colpire la persona, la sua dignità e la sua libertà di esprimersi.
Negli ultimi anni l’intelligenza artificiale ha cambiato anche il volto della violenza online. Quali sono oggi i rischi maggiori?
Con l’evoluzione dell’intelligenza artificiale il fenomeno è diventato ancora più pericoloso. Deepfake e utilizzo illecito delle immagini permettono di creare contenuti falsi, offensivi o sessualmente espliciti nel giro di pochi secondi, spesso con l’obiettivo di umiliare, intimidire o delegittimare soprattutto donne, giornaliste, attiviste e figure pubbliche. Non si tratta soltanto di un attacco individuale: quando una donna smette di esporsi per paura della violenza online, è la partecipazione democratica stessa a indebolirsi.
Quale deve essere, secondo lei, la risposta delle istituzioni europee e nazionali?
La risposta non può essere solo repressiva. Servono certamente strumenti normativi efficaci, come il Digital Services Act e l’AI Act europeo, ma anche responsabilità più forti per le piattaforme digitali e procedure rapide di tutela delle vittime.
Quindi non basta intervenire solo sul piano legislativo?
Assolutamente no. Dobbiamo investire nell’educazione digitale, nella cultura del rispetto e nella consapevolezza delle nuove generazioni. Proteggere le persone nello spazio digitale significa difendere libertà, dignità e diritto di partecipare pienamente alla vita pubblica senza paura.
Lei definisce la violenza digitale una questione politica oltre che sociale. Perché?
Perché oggi non possiamo più considerarla un semplice “problema dei social”. È una questione politica, democratica e culturale. Una società in cui le donne vengono insultate, intimidite o ridotte al silenzio nello spazio digitale è una società in cui la libertà di partecipazione non è
realmente garantita.
In conclusione, quale dovrebbe essere la priorità per il futuro?
Difendere le persone online significa difendere anche la qualità della nostra democrazia, il pluralismo e il diritto di ciascuno di prendere parola senza paura. Le istituzioni hanno il dovere di non rincorrere il problema, ma di prevenirlo, assumendosi la responsabilità di costruire uno spazio digitale più sicuro, più umano e più giusto.

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Stark sein müssen

// Kathinka Enderle //
Kristina ist 25 und erfüllt alles, was man heute eine „starke Frau“ nennt. Sie arbeitet Vollzeit, pflegt ihren kranken Partner und hält ein Leben zusammen, das jederzeit zu kippen droht.
© Mart Production - pexels
Kristina steht früh auf. Erst mit den zwei Hunden raus, dann Medikamente vorbereiten, bevor sie zur Arbeit fährt. Ihr Partner ist chronisch krank. An manchen Tagen ist er stabil, an anderen nicht. „Wenn ich nicht da bin, läuft vieles einfach nicht“, sagt sie. Nach der Arbeit kauft sie ein, kocht, kümmert sich, organisiert Arzttermine, telefoniert mit Versicherungen. Dazwischen versucht sie, so etwas wie einen Alltag aufrechtzuerhalten. „Ich funktioniere einfach“, sagt sie. „Ich habe gar keine andere Option.“
Wenn Verantwortung sich stapelt
Auch im Job hört es nicht auf. Ein Kollege ist ausgefallen, eine Stelle unbesetzt. Kristina übernimmt beides. „Nur vorübergehend“, hieß es am Anfang. „Du schaffst das doch“, sagt ihre Chefin. „Auf dich ist Verlass.“ Kristina nickt. Was soll sie auch sonst tun? „Ich kann schlecht sagen, dass ich nicht kann“, sagt sie. „Zu Hause wartet jemand, der mich braucht. Und im Job auch.“ Stärke ist für sie kein Ideal. Es ist das, was übrig bleibt, wenn es keine Alternative gibt.
Wenn niemand fragt
„Du bist so stark“, sagen ihre Freundinnen. „Ich bewundere, wie du das alles schaffst.“
Kristina lächelt dann. „Ich glaube, die Leute meinen das nett“, sagt sie. „Aber es fühlt sich an, als würde mir damit gleichzeitig gesagt: Mach einfach weiter so.“ Niemand fragt: Wie lange geht das noch? Niemand fragt: Was kostet dich das eigentlich? Vielleicht auch, weil die Antwort unbequem wäre. „Ich habe das Gefühl, darüber spricht man nicht“, sagt sie. „Dass Dinge zu viel sind. Dass man das alles gar nicht schaffen will.“ Es ist ein stilles Tabu: Dass Stärke nicht nur etwas ist, das trägt, sondern auch etwas, das erdrücken kann.
Wenn Stärke zur Pflicht wird
Das Bild der starken, unabhängigen Frau begleitet sie schon lange. „Sei nicht abhängig.“
„Komm alleine klar.“ „Du brauchst niemanden.“ Kristina hat das verinnerlicht. Und gleichzeitig lebt sie ein Leben, in dem sie permanent gebraucht wird. „Es passt nicht zusammen“, sagt sie. „Ich soll stark sein, alles tragen, aber niemand sagt, was ist, wenn es zu viel wird.“ Überforderung passt nicht in dieses Bild. Zweifel auch nicht. „Wenn ich sage, ich kann nicht mehr, habe ich das Gefühl, ich enttäusche alle“, sagt sie. „Also sage ich es nicht.“
Wenn es zu viel wird
Manchmal sitzt Kristina abends auf dem Badezimmerboden. Die Tür ist geschlossen und das Licht gedimmt. Für ein paar Minuten ist niemand da, der etwas von ihr will. „Das sind die einzigen Momente, in denen ich merke, wie erschöpft ich bin“, sagt sie. Dann steht sie wieder auf. „Ich kann es mir nicht leisten, schwach zu sein“, sagt sie. „Dafür hängt zu viel an mir.“
Wenn Stärke neu gedacht werden muss
Vielleicht ist Stärke nicht das endlose Aushalten. Vielleicht ist sie auch das Anerkennen von Grenzen, selbst dann, wenn das Leben keinen Raum dafür lässt. Und vielleicht müsste genau darüber mehr gesprochen werden. „Nicht nur darüber, wie stark Frauen sind“, sagt Kristina, „sondern auch darüber, was diese Stärke manchmal kostet.“ Kristina beginnt vorsichtig, Dinge auszusprechen. Im Job sagt sie mal: „Das ist zu viel.“ Zu Hause bittet sie um Hilfe, auch wenn es sich ungewohnt anfühlt. „Es ändert nicht alles“, sagt sie. „Aber es fühlt sich an, als würde ich mich selbst wenigstens wieder ein bisschen ernst nehmen.“ Stärke, merkt sie, ist nicht nur das Tragen. „Ich will nicht immer stark sein müssen“, sagt Kristina. „Ich will auch einfach mal gehalten werden.“